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Stone Splash v2

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182 cm x 118 cm   Öl auf Leinwand  | 1390 - 1410 (1970 - 1990) | Malerei Normal

 

  

 

Katalog: kunst [ohne] raum -  Seite 81

 

  Der transportierte Stein des Bangkokprojekts hat seine Funktion erfüllt und wird vom Anhänger wie geplant als Kulturdenkmal in die Bedeutungslosigkeit zurückgekippt. Das war 1406 (1986) in Rishikesh / Indien. Ich hatte damals keinen Photoapparat, bat dahr einen Hindu-Pilger genau dann ein Photo mit seinem Apparat zu machen, wenn das Wasser von dem in den Ganges fallenden Stein aufspritzt. Es war das wichtigste Ereignis des Projekts. Er schickte mir die Negative an die Österreichische Botschaft in New Delhi. Am entwickelten Photo erkannte ich in den Schatten des aufspritzenden Wassers ganz sofort den arabischen Schriftzug des Wortes "Allah" und das war ein unmissverständliches Zeichen, das das Bangkokprojekt abgeschlossen war und meine Suche nach echter Lebensqualität anders weitergehen muss. Die mir immer schmaler erscheinenden Grenzen der europäischen Aktionskunst musste ich überschreiten.

 

3077

Steinabwurf

3076

splash v1

8765

Splash v2

 

 

Malerei-Normal

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In dieser Gemäldeserie sind eine Reihe von Projekten mittels Malerei dokumentiert, so wie das einst in der Kriegsberichterstattung üblich war. Durch Darstellungen beseelter Wesen - die primitivste Kunst - wird im Betrachter eine emotionale Wirkung erzielt wird weil er sich grundsätzlich selbst (als Mensch) im Bild erkennt. .....


 

 

 

02

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Das Empfangende

Kūn

 

.Beschränkung  

Vorrangig mit den Elementen gemalte Hexagramme aus dem Buch der Wandlungen (iGing). Das gesamte  Buch der Wandlungen ist eine Beschränkung auf prinzipielle Ereignisse in Bildern, die sich ständig wiederholen.


 Steinabwurf  -  Ende des Bangkokprojekts  1986

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Der Stein hat als Katalysator ausgedient. Ich transportiere ihn nach Rishikesh, wo der Himalaya den Ganges in die Ebene entlässt und kippe ihn mit Hilfe von Wagenhebern und Pilgern vom Anhänger in den Ganges, zurück in seine Bedeutungslosigkeit. Dort liegt er als Kulturdenkmal, so wie auf den Aktien des Bangkokprojekts vermerkt. Ein indischer Pilger photographiert das aufspritzende Wasser vom hineinfallenden Stein; er schickte mir das Negativ. Im aufspritzenden Wassers sah ich deutlich den Schriftzug . Mit dem Steinabwurf ist das Bangkokprojekt beendet. Nach diesem klaren Hinweis öffneten sich mir neue Türen auf meiner spirituellen Suche. Die Mediamystik war für mich längst zum Klotz am Bein geworden, für Karel und Mike zum existenziellen Inhalt.


.Das Bangkokprojekt   +Δt    1982 - 86

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Ein 5600 kg schwerer Steinbrocken aus den Steinbrüchen wird von uns von den Stonehengesteinbrüchen durch Europas Kulturzentren geführt um ihn mediamystisch mit Veranstaltungen aufzuladen. Danach führen wir den Steinbrocken al Katalysator für unsere Feldforschung zum Himalaya wo er in seine Bedeutungslosigkeit als Kulturdenkmal aufgestellt werden soll. Ein Tresor für die Philosophical Databank soll im Himalaya in 5000.m Höhe installiert werden und ein Festival in Bangkok stattfinden. Grundkonzept Bernhard Müller, Ausführung: Künstlergruppe "minus.Delta.t." (damals: Karel Dudesek, Mike Hentz, Bernhard Müller) und punktuelle Teilnehmer.