|
Die Monate beginnen bzw. enden mit den Mondsichtungen und haben nichts mit dem (christlichen) Sonnenkalender zu tun. So kann etwa der Monat Ramaḍaan weltweit nie überall zum selben Sonnenkalender-Datum beginnen bzw. enden. Da viele Muslime die astronomischen Gegebenheiten nicht verstehen und sich auch nicht darum bemühen diese zu verstehen, gibt deshalb oft Verwirrung.
Abd-Allah ibn Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs (Frieden und Segen Allahs seien auf ihm) über den Ramaḍaan sprach und sagte:
"Fastet nicht, bis ihr den Hilaal seht, und brecht das Fasten nicht, bis ihr ihn seht, und wenn er verdeckt ist, dann vervollständigt den Monat." . Überliefert von al-Bukhaarii 1906; Muslim 1080
Sichtbarkeit des Hilaals. . Nach einem Tag der Unsichtbarkeit des Mondes kann die feine Mondsichel - der Hilaal an einem Ort meist wieder gesehen werden und das ist dann der jeweilige Monatsanfang des islamischen Kalender für dieses Gebiet. Für die Sichtung des Hilaals muss die Atmosphäre nach Sonnenuntergang genügend klar sein und das Licht des Hilaals muß heller sein als der ihn umgebende Hintergrund, wo die Sonne gerade erst untergegangen ist.
Astronomische Berechnungen - wann der Hilaal vermutlich gesehen-, bzw. sicher noch nicht zu sehen sein wird, sind Hilfsmittel, doch ersetzten sie nicht die tatsächliche Sichtung des Hilaals. Astronomisch unmögliche Hilaalsichtungen können so als als Einbildungen erkannt werden.
Neumond
Der Hilaal (junge, neue Mondsichel) ist nicht der "Neumond" des deutschen Sprachgebrauchs, denn "Neumond" bedeutet, dass der Mond nicht sichtbar ist.
. Datumskonflikt . Der Ramadaan kann nicht weltweit zum selben Sonnendatum beginnen bzw. enden. Der Hilaal kann nicht auf der ganzen Erde zum selben Sonnenkalender-Datum gesehen werden. Muslime denken aber oft im Kontext des Sonnenkalenders, der aber nichts mit dem Mondkalender zu tun hat. Wenn der Hilaal z.B. in Indien nicht zu sehen ist, kann er eventuell in Marokko gesehen werden. Die Zunahme der Beleuchtung des Mondes (also das Anwachsen der Mondsichel) entwickelt sich immer von Ost nach West. So kann es z.B. sein, dass der Hilaal in Indien am Mittwoch nicht gesehen werden konnte und der Monat Ramadaan noch nicht begonnen hat, doch in Marokko wird er bereits am Mittwoch gesehen. Für manche Muslime ist dieser natürliche Umstand aber nicht verständlich und sie denken das sei eine Fitnah, und denken, alle Muslime müssten am gleichen Sonnendatum den Ramadaan beginnen bzw. beenden.
Grundregel . Wenn der Hilaal bei klarem Wetter im Osten gesehen werden kann, so muss er im Westen bei klarem Wetter noch besser gesehen werden können; niemals aber umgekehrt.
Astronomisches Programm
Die Sichtung
des Hilaals mit freiem Auge bestimmt Anfang und Ende des Ramadaan.
Nur das
Sehen des Hilaals
.
Der Prozess der Beobachtung der Mondsichel (Hilaal) wird vom Ministerium für Islamische Angelegenheiten durchgeführt, das entsprechend den 16
Verwaltungsregionen des Königreichs Marokko im ganzen Land vertreten
ist. Jede regionale Niederlassung verfügt über Beobachtungspunkte,
deren Anzahl sich nach der Größe des jeweiligen Gebiets richtet. Die
Beobachtungspunkte wurden auf Grundlage topografischer,
geografischer und meteorologischer Bedingungen ausgewählt, um die
bestmöglichen Voraussetzungen für die Hilaal‑Sichtung zu
gewährleisten. [Es gibt 16 Zonen mit jeweils unterschiedlicher
Anzahl an Beobachtungspunkten (siehe
Regions-/Zonenkarte) – Anm. d. Red.]
Beispiel einer irrenden Fatwaa zur
Sichtung des Mondes mittels
Teleskop.
.
Saudische Mondsichtung
Quelle:
.
Einige der Anwesenden waren überrascht zu erfahren, dass
manche Muslime
. Es ist 'Ibadah" nach den Hilaal Ausschau zu halten. Dies zu versuchen ist eine "Fard Al-Kifajah", denn jeder Monat beginnt mit der subjektiven Sichtung des Hilaals. Abgesehen davon, liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen Muslims sich minimale astronomische Kenntnisse anzueignen, anstelle zu behaupten: "Es kann nicht sein dass sich Alle irren". Es ist aber so, dass viele meist astronomisch unmöglichen Sichtungsmeldungen folgen (Saudi Mondsichtung) welche über die Medien verbreitet werden. Oder es ist so, dass in einigen Ländern erst gar nicht nach dem Mond Ausschau gehalten wird (wie etwa in der Türkei), sondern ausschließlich Berechnungen zu Festlegung des Monatsbeginn herangezogen werden. Wer gegen die Falschmeldungen spricht, der hört: "Alle haben den Ramadaan begonnen bzw. beendet. Es kann doch nicht sein, dass sie sich Alle geirrt haben", .... stimmt, sofern diese "alle" den Hilaal jemals auch nur gesucht und gesehen hätten.
In vielen Ländern Europas ist die Sichtung des Hilaals mit freien Auge (oder auch mit dem Fernglas) klimabedingt oft nicht möglich und die Berechnungshilfe oder die Sichtbarkeit in anderen Gebieten bekommt dadurch mehr Aufmerksamkeit, sofern eine sehr begrenzt lokale, tatsächliche Sichtung des Hilaals nicht als Kriterium für den Monatsanfang vorausgesetzt wird. Wo aber die Grenzen einer "lokalen Sichtung" verlaufen, dass kann wiederum unterschiedlich definiert werden.
Global gesehen ist es unmöglich dass der Mondmonatsanfang weltweit mit dem selben Sonnendatumstag übereinstimmen könnte, denn das Monddatum ist eben nicht das Sonnendatum. Wenn z.B. in Australien der Hilaal am 29. Ramaḍaan (bzw. 5. Jänner) nach Sonnenuntergang nicht gesichtet werden konnte, so muss am 30. Ramaḍaan (bzw. am 6.Jänner) in Australien noch gefastet werden. Wenn ca. 12 Stunden Später in Kalifornien am 29. Ramaḍaan (bzw. 6. Jänner) der Hilaal nach Sonnenuntergang bereits gesehen werden kann, dann hätte der Ramaḍaan in Kalifornien nur 29 Tage. Dieses Bespiel zeigt, dass eine globale, tatsächliche Sichtung des Hilaals, nicht sinnvoll anwendbar ist, da jedoch viele Muslime diese Zusammenhänge nicht verstehen, werden sie von diverse Medien in die Irre geführt, oder denken, wenn in Mekka der Ramaḍaan begonnen oder geendet hat, dann gelte das doch überall.
Computerprogramme Die Berechnungen verschiedener Computerprogramme benützen zwar alle die selben Daten als Grundlage, doch die astronomische Auswertung im Sinne von Schari'ah und Sunnah - sind unterschiedlich.
Die Sichtung des Hilaal grundsätzlich grundsätzlich außer acht zu lassen und nur auf Grund astronomischer Berechnungen den Beginn des Ramadaan zu fixieren, ist eine Neueinführung (bid'a). Die Fatimid Dynastie des General Jawhar in 359/969 in Nordafrika, versuchte die Berechnung zu Monatsbestimmung durchzusetzen und heute machen das eine ganze Reihe von Regierungen, eventuell auch mit vorgetäuschten Hilaalsichtungen.
Dass die Einheit der Muslime ein fundamentale Wichtigkeit hat, ist
unumstritten, doch der Versuch, den Ramaḍaan weltweit in
ein
christliches Datum zu pressen, das ist eher ein Zeichen der Abwesenheit von
Einheit, denn wäre diese vorhanden, braucht es solcher Datumsakrobatik nicht.
Zur
Zeit des Gesandten Allahs
Hisab & Ru'ya or Matla' al-Budur .. . [Eine Abhandlung entsprechend dem Schafii - Madhhab, betreffend Beginn und Ende des Ramaḍaan durch Sichtung des Hilaal und über die Bid'a (Neueinführung), einen globalen Ramaḍaanbeginn für alle Muslime zu fordern.] :.... bismillahi r-rahmani r-rahim. al-hamdulillah alladhi ja‘ala l-ahillata mawaqita li-n-nasi wa-ijtima‘a n-nayrayni ‘alamatan li-inqida’i sh-shahri wa-miqatan li l-‘ibadati bi-ru’yati l-ahillati fi shari‘ati l-amri wa s-salatu wa s-salamu ‘ala rasulihi alladhi ja‘alahu sirajan muniran wa-min nurihi mustaniran wa ja‘ala alihi wa-ashabihi nujuman wa li-shayatina l-insi wa l-jinni rujuman amma ba‘d. ....... Your letter raised a number of issues, so I have divided this article into four questions: (a) the fiqh ruling of rejecting a testimony [shahada] that contradicts unquestioned computation [hisab qat‘i; i.e., astronomical data]; (b) the maximum extent [tahdid] of the local sighting-zone [matla‘ mahall al-ru’ya] according to both fiqh [Islamic jurisprudence] and falak [astronomy]; (c) the precedence of a sighting [ru’ya] in the East over the local sighting-zone; (d) the meaning of having a ‘universal’ and united ‘Id; and an introduction. I have called the article: “Matla‘ al-budur wa majma‘ al-sudur fi l-tawafuq bayna l-fiqh wa l-falak wa tazahur al-hisab wa l-ru’ya” [The Risings of the Moon and the Meeting of Hearts concerning the Harmony between Islamic Jurisprudence and Astronomy and the Correlation of Computation and Sighting]. .... Shaykh Muhammad Afifi al-Akiti's Definitive Reply to the Moonsighting Controversy.
“Cesarean Moon Births” Teil 1 (pdf) von Hamza Yusuf ....... . This paper addresses the current debate over determining the beginning of the lunar month by moon sighting with the physical eye or by using mathematical calculation. It will attempt to explain the reasons for the debate, the positions taken in the past, and my own personal conclusions about the matter. Due to the complex nature of the argument, it assumes some level of knowledge of traditional juristic reasoning, but some terms will be explained in order to facilitate an understanding for the average Muslim. The astronomical information will be accessible to the lay reader.
“Cesarean Moon Births” Teil 2 (pdf) von Hamza Yusuf ........ This paper addresses the current debate over determining the beginning of the lunar month by moon sighting with the physical eye or by using mathematical calculation. It will attempt to explain the reasons for the debate, the positions taken in the past, and my own personal conclusions about the matter. Due to the complex nature of the argument, it assumes some level of knowledge of traditional juristic reasoning, but some terms will be explained in order to facilitate an understanding for the average Muslim. The astronomical information will be accessible to the lay reader.
Beginn des Fastenmonats Ramaḍaan ..... Saudi-Arabien gegen den Rest ... Christian Luenen © Qantara.de 2006 ..... "Die Bestimmung des exakten Zeitpunkts für Beginn und Ende des Islamischen Fastenmonats Ramaḍaan ist immer wieder Anlass für Verwirrung und Streit in der Islamischen Welt. Warum das so ist, versucht Christian Luenen zu erklären. ........."
der Ersten der beiden Monate Ramadān und Šawwāl [am Beispiel] des Hiğriyy-Jahres 1422 n.H. [Dieser Bericht zeigt nicht was richtig ist, sondern nur welche Berechnungskriterien von denjenigen herangezogen werden, welche die Sunnah der Mondsichtung verwerfen und den Monatsbeginn nach Berechnung vorziehen.] Prof. Dr. Hamīd Mağūl al-Na'īmiyy Abteilung Physik – Fakultät der Wissenschaften – Universität der UAE .......
Kalender und Zeitrechung im Islam
"Er ist es,
der die Sonne als erhellendes Licht gemacht hat und den Mond als
Leuchte, und Er hat für ihn Stationen bemessen, damit ihr die Zahl der
Jahre kennt und die Berechnung..." (10:5)
„Die Anzahl der Monate bei Allah
.....einige allgemeine Hinweise ...... "Die Islamische Jahreszählung beginnt mit der hidschrah (Flucht Muhammads -der Friede und Segen Allahs
Offener Brief an den sogenannten "DIWAN" ...
des Zentralrates der
Muslime in Deutschland, da dieser DIWAN seit Jahren falsche Daten bekanntgibt
und dadurch viele Muslime dazu führt, dass sie noch während des Ramaḍaan das
Fest nach de Ende des Fastenmonates ('eid ul fitr) feiern. von Gerhard
Kaufmann / November 18, 2001
Unglücklicherweise
lässt der Weg, auf dem der Kalender in Saudi Arabien errichtet wurde viel zu
wünschen übrig. Wegen Saudi Arabiens Status in der muslimen Welt haben sich
die Probleme mit dem Saudi Kalender über andere Gebiete ausgebreitet,
besonders über Muslime Gemeinschaften in Europa und Amerika. Hier ist eine
Information, die den Muslimen in diesen Gebieten helfen könnte, diese Veröffentlichung
entsprechend einzuordnen// By Salman Zafar Shaikh (2.Muharram1422 // 28.M;ärz 2001)
(english original :
076
Hilaal
Sighting in Saudi Arabia: A First Hand
Report
Hilaal
Sighting in Saudi Arabia: A First Hand
Report // By Salman Zafar Shaikh
[Note: Saudi
Arabia is one of the few countries in the world today that employs the
Hijri calendar for every day use. That is great. It is a practice that
needs to be followed in the rest of the Islamic world also.
Unfortunately, the way the calendar is established in Saudi Arabia
leaves a lot to be desired. Because of Saudi Arabia’s status in the
Muslim world, the problems with Saudi calendar have spilled over into
other areas as well, especially in Muslim communities in Europe and
America. Here is some information that could help Muslims in those areas
sort out the issue. Editor] (2.Muharram1422 //
28.M;ärz 2001)
The
Actual Saudi Dating System / ...
to determine the beginning and ending of
any month with original arabic documents. A proof how the Ramaḍaan is
beginning there without witnessing the hilaal. YAS.org.jo / (eine asronomische
Gesellschaft in Jordanien)
Viele
Muslime denken, dass der "Heimat des Islams" Saudi Arabien seine
Monatsanfänge nach der Sichtung des Hilaals richtet. Aber in den letzten
Jahren wurde es für viele Muslime und Astronomen ersichtlich, dass Saudi
Arabien nicht nach der aktuellen Sichtung des Hilaals richtet.
Der Mond ist aufgegangen / Ein
unterhaltsame Geschichte über Macht, Politik und Ehre.
Einen Einblick in
unbrauchbare Beobachtungsproblematiken verschiedener Regierungsbeauftragter
und deren pervertierten Vorstellungen von fitrah (natürlich
Lebensweise); es wird deutlich wie weit sich die beschriebenen Akteure von der
Sunnah entfernt haben. Vielleicht eine Werbung für ein vermutlich
erscheinendes Buch der Autorin: "Fasten mit allen Sinnen". Text
von Irmgard Pinn (Nov.2000 / 1421)
Ein Beispiel, wie mit wahren Prophetenworten Falschmeldungen gut
verpackt werden und die Sichtung des Hilaal
(junger Mond) identitätslos und
im Widerspruch zur Sunnah und astronomischer Voraussetzungen, zu einem falschen Beginn des
Ramaḍaan von vielen Muslimen regelmäßig führen. (Dieses Rundschreiben ist der Gruppe "hizbu-t-tahrir"
zuzuordnen.)
Ein Rundschreiben. (veröffentlicht: 28.11.2000)
Aspekte zur Frage nach Beginn und Ende des Ramaḍaan und damit in Verbindung
stehende Umstände.
(M. Abu Bakr Müller)
Hilaal, Grundwissen zur Feststellung von Beginn
und Ende des Ramadaan
Muslime
versuchen den Fastenmonat richtig einzuhalten; falsche Informationen führen
jedoch sehr viele Muslime dazu, noch während des Ramaḍaan das
Fasten wieder zu brechen.
ORF 2.Safar 1433 - 27.Dez.2011
Für die Bestimmung der islamischen Monatsanfänge hat die
christliche Datumsgrenze keinerlei Relevanz, doch
glauben viel Muslime, das islamische Datum in das
"christliche" Datum pressen zu müssen.
Die
Datumsgrenze soll die Unterschiede in der Zeit
ausgleichen, die durch die Rotation der Erde entstehen.
Würde ein Reisender an der Datumsgrenze das Datum nicht
zurückstellen, hätte er nach einer Erdumrundung 24
Stunden Zeit „erzeugt“, was grundsätzlich nicht möglich
ist. Die „Tilgung“ von Zeit bei umgekehrter
Reiserichtung wäre ebenso eine Illusion.
So
fürchtete Phileas Fogg in Jules Vernes’ Roman „In 80
Tagen um die Welt“, nachdem er um die Welt gereist war,
seine Wette verloren zu haben. Doch er hatte nicht
bedacht, dass er mit dem Überschreiten der Datumsgrenze
in östlicher Richtung auf seiner Reise einen ganzen Tag
dazu gewonnen hatte.
Zwar
erkannten schon die ersten Weltumsegler, wie wichtig
eine solche Linie ist. Die Grundlage für die imaginäre
Grenze am 180. Längengrad schuf jedoch erst 1884 die
Standardzeit-Konferenz in Washington. Sie legte die Lage
des Nullmeridians in Greenwich und das System der 24
Zeitzonen zu je 15 Grad geografischer Länge fest. Damit
wurde die Datumsgrenze - also der 180. Längengrad - in
ein menschenleeres Gebiet im Pazifik verlegt und kein
zusammenhängendes Gebiet zerteilt. außerdem wurde der
Pazifik seltener durchquert als der Atlantik,
entsprechend hatten rund drei Viertel der im 19.
Jahrhundert verwendeten Seekarten den Nullmeridian
bereits durch Greenwich eingezeichnet. Auch das
US-amerikanische Zeitzonensystem beruhte bereits auf dem
Greenwich-Nullmeridian.
|