|
6872
Postkarte mit Katalysator (Stein) durchgerieben
10,5 cm x 4,7 cm | Karton, Offsetdruck Druck, weiße Tusche, Papier 1402 (1982) Wien
Katalog : kunst [ohne] raum : Seite 84
Karel Dudesek, Mike Hentz, Bernhard Müller als Gruppe "minus.delta.t" hinter dem zu transportierenden Stein
3 ist ein Blaugranit aus Südwales, den vermutlichen Steinbrüchen von Stonehenge. Seine Form ist Resultat üblichen Sprengung. Das Gewicht entsprach der Nutzlast des Lastwagen (Forschungslabors) von etwa 5.500 kg. Der Stein war als Katalysator für das Bangkokprojekt ausgewählt worden, doch hätte es auch ein Baumstamm sein können um die Funktion zu erfüllen. Wichtig war, dass unsere Reiseidentität als Transporteure erkennbar war, damit von unserer (meiner) eigentlichen Feldforschung nach der echten Lebensqualität abgelenkt wurde. Der Stein wurde in 20.000 Aktien geteilt und auf Propagandatour durch Europas geschickt bevor er von Wien bis Rishikesh transportiert wurde um dort in den Ganges gekippt zu werden, gewissermaßen in seine seine Bedeutungslosigkeit zurückkommt.
.
Der transportierte Stein dient als Katalysator der gesellschaftlichen Dimension im Kontext verschiedener Kulturen. So werden wir als Transporteure und nicht als Touristen oder Künstler wahrgenommen. Im Schatten dieser Identität können wir unsere Kunst und uns selbst im Kontext nicht-europäischer Kultur erforschen. Sobald wir uns aber als Künstler deklarierten - wie etwa in kulturellen Institutionen oder bei Zollbehörden wird unsere Tätigkeit als Kunst entschuldigt.
. Aufladung des Katalysators (Stein) für das Bangkokprojekt. Zwecks Medienpräsenz führen wir den Stein diesen in einer "Propagandatour" mit Veranstaltungen durch Europa. Der unbedeutende Stein wird zusätzlich mit unseren Aktionenso "mediamystisch" aufgeladen.
. Ein 5600 kg schwerer Steinbrocken aus den Steinbrüchen wird von uns von den Stonehengesteinbrüchen durch Europas Kulturzentren geführt um ihn mediamystisch mit Veranstaltungen aufzuladen. Danach führen wir den Steinbrocken al Katalysator für unsere Feldforschung zum Himalaya wo er in seine Bedeutungslosigkeit als Kulturdenkmal aufgestellt werden soll. Ein Tresor für die Philosophical Databank soll im Himalaya in 5000.m Höhe installiert werden und ein Festival in Bangkok stattfinden. Grundkonzept Bernhard Müller, Ausführung: Künstlergruppe "minus.Delta.t." (damals: Karel Dudesek, Mike Hentz, Bernhard Müller) und punktuelle Teilnehmer. . |