|
3446
Forscherpaar Krisentouristen vor der Abreise in kolonialer Tarnkleidung . Strassengel 1401 (1981)
.
Kunst als Forschungsinstrument des eignen Verhalten in einer Krise und Erforschung der Krise als Kunst. Zur Tarnung in kolonialer Forscherkleidung.
.
Ein Reiseprojekt in
Mit den geschichtlichen und politischen Zusammenhängen der Krise setze ich mich nicht auseinander, dafür mit den Zedern des antiken Libanon. Wer und warum gegen wen kämpft war nicht mein Motiv der Krisenforschung, vielmehr wie kann ich im Krisengebiet mittels eigner Kunst mich selbst erforschen? Oder wie funktioniere ich als Künstler in einem Krisengebiet. Inwieweit ist Kunst in der Krise durchführbar und wie vor Ort kommunizierbar?
. . .... damit das Erreichen nicht deklarierter Ziele nicht schon während der hinführenden Arbeit verunmöglicht werden. Dies kann wirtschaftlich, militärisch künstlerisch oder seelisch notwendig sein. Was das seelische Tarnen betrifft, so ist dies für die meisten Menschen eher wegen der Angst sich selbst zu begegnen. Für diejenigen aber, welche sich über Jahre hinweg tarnen, wird die Tarnung nach und nach zur Normalität, so dass sie, wenn die Ursache zur Tarnung nicht mehr existiert, nicht mehr daran denken sich zu enttarnen; sie wurden von der ursprünglichen Tarnung vereinnahmt, bzw. "gefressen". |