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Masbuuq مسبوق ist der Nachzügler; der den Anfang des Dschamaaʿah (Gemeinschaftsgebet) versäumt. also den Imaam nicht von Anfang an folgt, sondern erst später in das Ssalaah eintritt.
Der Masbuuq, wenn er nach dem Imaam (also nach dessen Salaam am Ende des Ssalaah) wieder aufsteht, um die verpassten Rakʿaat nachzuholen, spricht ebenfalls Taʿawwudh und "Bismillah..." :
أعوذُ باللهِ مِنَ الشَّيْطانِ الرَّجيمِ . „A‘udhu billahi min-ash-Schaytaani-r-Radschiim“ . und . بِسْمِ اللهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ . "Bismillahi-r-Rahhmaani-r-Rahhiim".
Auszug von "MA LA BUDDA MINHU" . Masʾalah: Wenn jemand spät in das Ssalaah des Imaams eintritt, beginnt er mit der Rukn [Fundament, Säule, Hauptposition im Ssalaah], in der sich der Imaam gerade befindet. Wenn er eintritt, während der Imaam im Rukuuʿ ist, gilt es, als hätte er die ganze Rakʿah mitgemacht, auch wenn er Qiyaam und Qiraaʾah verpasst hat. Wenn er jedoch eintritt, nachdem der Imaam sich vom Rukuuʿ erhoben hat, hat er die Rakʿah verpasst. Wenn der Imaam das Ssalaah beendet, vervollständigt der Masbuuq den Rest seines eigenen Ssalaah allein.
Die zwei Grundprinzipien für den Masbuuq beim Vervollständigen seines Ssalaah sind: . Bezüglich der Qiraah (Rezitation): Der verbleibende Teil seines Ssalaah wird so verrichtet, als würde er von Anfang an beten. . Bezüglich der Q'adah (Sitzen wann und wie viel): Das Ende des Ssalaah bestimmt die Anzahl der Qaʿdahs.
Wenn der Imaam das Ssalaah beendet und der Masbuuq aufsteht, um sein eigenes Ssalaah zu vervollständigen, soll er zuerst Thanaa, Taʿawwudh und Bismillah rezitieren.
Wenn der Masbuuq mit dem Imaam eine Rakʿah von Fadschr, zwei von Maghrib oder drei von einem Vier-Rakʿah-Ssalaah verrichtet hat, rezitiert er in dem letzten Rakʿah, die er allein verrichtet, die Faatihhah und eine weitere Suurah.
Wenn er mit dem Imaam eine Rakʿah von Maghrib oder zwei von einem Vier-Rakʿah-Ssalaah verrichtet hat, rezitiert er in den beiden letzten Rakʿahs jeweils die Faatihhah und eine weitere Suurah.
Wenn er mit dem Imaam nur eine Rakʿah eines Vier-Rakʿah-Gebets verrichtet hat, rezitiert er in den ersten zwei der drei verbleibenden Rakʿahs Faatiḥah und eine weitere Suurah, und in dem letzten Rakʿah nur die Faatiḥhah.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung des Qaʿdah-Prinzips: Wenn der Masbuuq eine Rakʿah von Maghrib mit dem Imaam verrichtet hat, sitzt er mit dem Imaam in dessen letzter Qaʿdah. Danach verrichtet er allein zwei weitere Qaʿdahs, da das Ende des Ssalaah zwei Rakʿahs entfernt ist und in beiden letzten Rakʿahs von Maghrib eine Qaʿdah vorkommt. Ohne dieses Prinzip könnte man fälschlicherweise denken, dass nur eine Qaʿdah übrig sei, da Maghrib insgesamt zwei Qaʿdahs hat und eine bereits mit dem Imaam verrichtet wurde.
Ende des Auszugs von "MA LA BUDDA MINHU"
3.8 .
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