003036_mn_india.doc

 

.

297 x 210 mm (DinA4) |  Photo, Bleistift, Tinte auf Papier  | (1975 - 1990)

 

  

 

Forschungslabor vor indischer Scheinpalastes in Jaipur, bei dem nur die Fassade als Tarnung echt ist; ... wird auch Windpalast genannt. ....

 

Malerei-Normal

In dieser Gemäldeserie sind eine reihe von Projekten nicht mit Photographie sondern mittels Malerei dokumentiert, so wie das einst in der Kriegsberichterstattung üblich war, wodurch das Projekt realitätsnäher wird. Durch Darstellungen beseelter Wesen - die primitivste Kunst - wird im Betrachter eine emotionale Wirkung erzielt wird weil er sich grundsätzlich selbst (als Mensch) im Bild erkennt. Er braucht dafür nicht zu wissen ob die Darstellung Kunst ist oder nicht. Ob Höhlenmalerei, Kinderzeichnung oder Leonardo, das sich selbst Erkennen bleibt immer gleich. Um den Betrachter nicht durch dieses unbewusst stattfindende sich Selbst erkennen von der Kunst nicht abzulenken, habe ich die gemalten Gesichter herausschnitten und auf die Ebene der Botschaft gehoben. Die Gemälde der Serie Malerei.Normal habe ich zusätzlich in den Kontext des I-Ging gesetzt indem ich jeweils eins der 64 Hexagrammen darauf malte. Dieser Kontext, welcher kausal nichts mit dem durch das Gemälde angedeutete Ereignis zu tun zu haben scheint, dient einem tieferen verstehen der Zusammenhänge auf mehreren Ebenen. Dem Betrachter öffnet sich damit ein zusätzlicher Blickwinkel zum angedeuteten Ereignis und er kann sich im Buch der Wandlungen (I-Ging) genauer über die Zusammenhänge informieren


 

.Forschungslabor und Transportfahrzeug des Bangkokprojekts (1982 bis 1986) mit Multifunktionsaufbau. 8100 x 2450 x 3450 mm | Gewicht ca. 8.240 kg | Stahl, Aluminium, Holz, Gummi, Glas, Fett, Öl, Diesel usf. | Umgebaut in in Antwerpen, Wien, Bombay, Lahore 1981-1989  |  Bedford 1962 | Photo: 1407 (2005).  Das Forschungslabor ist Denkmal für Informationstransport des Bangkokprojekts. Die Bestandteile des LKW (z.B. Wassertank, Motor, Diesel, Schrauben usf.) sind Symbole für jene geistigen Komponenten, an den sich das gesamte Bangkokprojekt orientierte.

.....

Denkmalschutz  Zwecks Konservierung des Forschungslabors ist dieses äußerlich mit Bitumen oder Seilfett einzusprühen, so dass sich ein Haut als Denkmalschutz bildet. Die aufgesprühte konservierende Haut, welche sich gänzlich über das zu erhaltende Objekt legt, das ist der Denkmalschutz. Die Haut als Skulptur wird vom darunter liegenden Objekt getragen und ist Sinnbild für das Überstülpen von Konzepten über  vergangene Handlungen und Gleichnis für die Versuche, Kunstwerke zu konservieren. Alles ist vergänglich außer dem Angesicht Allahs.



.