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Temporär kann der Aushub in museale Zwischenlagern gebracht werden, doch letztlich wieder im Endlager seinen Platz haben.
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Der Aushub [1] wird im Basistunnel [2] in Kübel gefüllt und in den Ausstellungsraum transportiert um dort aufgeschüttet zu werden, wodurch ein Zwischenlager entsteht. Dieser Vorgang erstreckt sich über die Dauer der Ausstellung oder bis die maximale Menge [3] erreicht ist, wobei die Transportkosten an einen Arbeitslosen [4] zu zahlen sind; ein roter Läufer schützt das Parkett vor Transportschäden. Wenn mit einer Sackkarre transportiert wird, sollten am Rand von Stiegen Bretter für die Räder gelegt werden; wird mit einem Esel [5] transportiert, muss für dessen nächtliche Unterbringung und Futter gesorgt werden. Neben dem sich bildenden Müllhaufen aus Erde und Steinen, steht ein Tisch, auf dem ein rostiger Metallspiegel [6] liegt, der mit dem feinsten Staub aus dem Aushub solange poliert werden soll, bis man sich im Spiegel erkennt; der Staub wird aus dem Aushub durch wiederholtes sieben gewonnen und der Spiegel ist ein Werkzeug des Rettungskomplett [7], welches den Schürfern im Basistunnel zur Verfügung steht. Zwei große Tafelbilder [8] sind an der Wand montiert und verweisen auf den Kontext der Installation. Zu einem noch unbekannten Zeitpunkt in den nächsten 5000 Jahren, soll der gesamte Aushub aus den verschiedenen Zwischenlagern wieder abgeholt und in Form eines ca. 80 m hohen Hügelgrabes [9] aufgeschüttet werden. Die quantitative Andeutung entspricht einer global gewordenen Massenkultur, in der sich Qualität nur noch als Polierstaub wahrnehmen lässt.
Schurf oder auch Schürfen sind Begriffe aus der Bergmannssprache und bezeichnet das Material, welches als Materialproben oberflächlich abgegraben wird. Hier ist mit Aushub aber der Aushub aus dem Basistunnel gemeint - abzüglich dem Gewinn, also abzüglich dem feinen Staub, der zum Polieren der Spiegel tatsächlich verbraucht wird; der Rest ist das unnotwendige Wissen, der Erkenntnismüll mit dem stundenlang Zusammenhänge erklärt werden können, ohne dafür ein formulierbares Ziel zu benötigen; vergleichbar mit einem Esel, der viele Bücher aufgeladen hat. Bei der Suche nach Gold müssen riesige Mengen loses Gestein für einige wenige Gramm gesiebt und gewaschen werden, während andere einfach Glück haben und die Nuggets nur aufheben müssen.
Zwischen Graz und Slovenj Gradec verläuft der Basistunnel unter einer Orientierungslinie von ca 70 km Länge. Die Schürfarbeiten begannen im Herbst 1425 (2004) von beiden Seiten. Die Fertigstellung des physischen Basistunnel hängt von vielerlei Umständen ab und kann daher nur mit der Annahme berechnet werden, dass, wenn von beiden Seiten je ein(e) SchürferIn in einem Monat einen Kubikmeter Material schürft, 5658 Jahre bis zur Fertigstellung des Basistunnel vergehen würden. Der noch von Erde und Gestein großteils freizulegende Basistunnel ist Sinnbild einer bereits geistig stark frequentierten, unterirdischen Verbindung und Sinnbild für das Schürfen nach optimaler Lebensqualität. Jede kulturen- und völkerverbindende Unternehmung ist nur so viel wert, wie sie geistige Dimension einbringt und technische Errungenschaften sind Luftblasen für das Grab, wenn sie nicht mit der ständigen Erinnerung an den Schöpfer aller Möglichkeiten durchdrungen sind. Mit der Erforschung der Orientierungslinie, welche in gerader Linie über dem Basistunnel verläuft, beginnt auch die Illusion einer multikulturellen Identität Europas zu zerfallen, von der wir so weit entfernt sind wie die Eingänge des Basistunnel durch Arbeitszeit.
Die mögliche Menge des zwischen-zu-lagernden Aushubs wird wegen der beschränkten Tragfähigkeit der Ausstellungsräume maximiert; ein Kübel beinhaltet ca. 15.kg Aushub und demnach würden z.B. 3000 kg nur 200 Kübel entsprechen. Der Inhalt des Basistunnel entspricht insgesamt ca.12.000.000 Kübel, was wiederum 180 Millionen kg entspricht.
Solange im globalen Arbeitsmarkt keine umfangreiche und gerechte Arbeitszeitaufteilung stattfindet, sind Arbeitslose zwingend als neue Berufsgruppe zu betrachten. Beschäftigte werden daher Arbeitslose als Partner zur Absicherung ihrer Rechte suchen oder diese beim Arbeitsmarktservice beantragen. Arbeitslose werden in Zukunft also dringend gesucht und nicht mehr als wirtschaftlich schädigend betrachtet werden. Der Basistunnel dient als Pilotprojekt der sozialen Forschung und ist Ausbildungsrahmen beruflich Arbeitsloser; also eine Unterminierung des Glaubens an die Wachstumsreligion der Economic Warlords und ihrer Helfer. “Wer als beruflich Arbeitsloser auf die Mangelware Arbeit verzichtet, tut dies auch für die Gesellschaft. Und die Verursacher des Mangels, die Wegrationalisierer und die Economic Warlords, die so genannten Vernichter von Arbeit, werden den Basistunnel zur Selbstrettung finanzieren, sofern sich das noch ausgeht.”
Der Esel ist uraltes Kulturgut und Symbol für die Rückholung des religiösen Bewusstseins in den materiellen Lebensprozess oder auch die Auflösung des säkularen Missbrauchs.
Das Rettungskomplett ist ein Werkzeugset, bestehend aus 19 Teilen bzw. die geistige Entsprech-ung zum Basistunnel und umgekehrt.
Die zwei Tafelbilder haben Maße von je 300 cm x 50 cm und zeigen die zwei vergößerten Seiten des Falters mit den Erklärungen zu den Aspekten des Basistunnel bzw. des Rettungskomplett.
Das Hügelgrab : Aushub oder Erkenntnismüll für lebend Tote und Mahnmal für tote Lebende. Der Ort dieses Endlagers für den Aushub harrt aber seiner Bestimmung und solange wird der Aushub in geschützte Zwischenlager gebracht um dort aufbewahrt zu werden. Als Zwischenlager sind Räumlichkeiten wie Museen, Banken, Galerien, Ämter, Schulen, Wohnzimmer, Schlafzimmer usf., zu bevorzugen, also Räume, welche ohne Schaden von Aushub belegt oder zugeschüttet werden könnten. Das Aushubmaterial, aus dem Basistunnel, soll letztlich in Form eines ca. 80 Meter hohen Hügelgrabes, im Sinne eines Mahnmals für die Massenmorde an Muslimen in den vergangenen 5342 Jahren, an einem noch unbestimmten Ort, aufgeschüttet werden. Die öffentliche Aufarbeitung dieser Geschichte, der Versuch einer Wiedergutmachung und die geistige (nicht kulturelle) Auseinandersetzung mit dem Islam, sind unausweichlich geworden; in Europa hat dieser Prozss ganz minimalistisch begonnen. Islam bedeutet “Ergebenheit in den Willen der Allmacht” oder “der innere Friede” und existiert nicht erst seit dem Wirken des Propheten Muhhammad (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm), sondern seit Beginn der Menschheit und wer dies verstehen will, muss seine alten Vorstellungen begraben. Muslime sind also alle diejenigen, welche dem Willen des Schöpfers bewusst ergeben waren und dadurch die echte Freiheit erlangt haben. Das Hügelgrab erinnert daher an diejenigen, welche für die Verteidigung ihrer geistigen Lebensqualität ermordet wurden. Die 5342 Jahre der Vergangenheit verweisen auf die bekannte Kulturgeschichte und in Summe ergibt sich ein Zeitraum von 11000 Jahren, wenn die berechneten 5658 Jahre des Tunnelfreilegens dazugezählt werden. Alle Berechnungen (logischen Erkenntnisse) beruhen nur auf der Übernahme angenommener Grundwerte ohne Berücksichtigung von Abweichungen. Vergleichen wir die Zeit des Schürfens mit der Summe des Zahlenwertes der 28 arabischen Buchstaben (= 5995), so ergibt sich eine Differenz von 337 Jahren Arbeitszeit und dieser Wert liegt vermutlich näher an der Wahrheit; ähnliche Korrekturen mit Hilfe gesicherter Basisdaten sollten daher, in allen Bereichen, durchgeführt werden. Der Zeitpunkt des Beginns der Zusammenführung aller Zwischenlager zum Hügelgrab ist aber noch unbekannt. |